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<rss version="2.0"><channel><description>
“We shall negotiate freely, we shall not negotiate freedom” 
John F. Kennedy, 1961</description><title>Jost Kaiser</title><generator>Tumblr (3.0; @jostkaiser)</generator><link>http://jostkaiser.tumblr.com/</link><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://16.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlp9krp4hjeFtnzifo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/131783455</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/131783455</guid><pubDate>Sun, 28 Jun 2009 19:23:58 +0200</pubDate></item><item><title>Wie Ronnnie und Jacko den Ostblock fertigmachten</title><description>&lt;p&gt;1988 kam es in der Ostberlin, direkt an der Mauer, zu einem bemerkenswerten Ereignis. Die Eurythmics, ein englisches Pop-Duo, das durchaus nicht zum aufregendsten gehörte, was der Pop damals zu bieten hatte, spielte in Westberlin vorm Reichstag auf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf der Ostseite, in Hörweite, versammelte eine Menschenmenge in Stonewashed Jeansjacken um wenigstens ein paar Bässen und Gitarren, die bei gutem Wind vom Reichtsg herüberwehten, lauschen  zu können, wenn sie schon nicht selbst dabei sein konnten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als die Vopos die Versammlung auseindanderknüppelten, erst da wurde sie politisch, bzw. ihr schon vorher vorhandener politischer Inhalt, brach sich Bahn: “Die Mauer muss weg”, skandierten die Stonewashed-Träger. Popmusik ist politisch. Und wie groß muss die Sehnsucht der Ostdeutschem nach IHM gewesen sein, welche Wirkung muss ER gehabt haben, wenn die mittelmäßigen Eurythmics schon, den richtigen Impuls nach Freiheit auslösten? Was hat Michael Jackson zum Ende des Ostblocks beigetragen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir haben uns angwöhnt, Widerstand gegen ein Unrechtsregime nur dann für wertvoll zu halten, wenn er sofort mit politischen Begriffen artikuliert wird. Dabei ist die Sehnsucht Coca-Cola zu trinken oder eben sich eine Michael-Jackson-Platte kaufen zu können auch Teil der Freiheit. Die Sehnsucht danach war nichts Lächerliches. Es war die größte Schmach des Otto Schily, als er einst eine Banane in die Kamera hielt, um Konsum als Motiv einer politischen Wahlentscheidung zu diskreditieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Popmusik ist ein solches Sehnsuchts-Konsumgut, aber Popmusik ist auch ein Emanzipationsmedium. Ich behaupte, dass die Jämmerlichkeit der ostdeutschen Popmusikproduktion, man erinnere sich nur an so schwülstig, bombastrocklastig aufspielende Bands wie Karat, jedem Ostdeutschen noch kümmerlicher erscheinen musste, als ER, der Größte der Großen am Horizont erschien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Regime, in dessem Land nur schlechte Popmusik produziert wird, und sie war deshalb so schlecht, weil sie nicht Medium der Rebellion sein konnte und weil sie nicht den Geist der Emanzipation in sich tragen konnte – ein solches Regime ist schon genau aus diesem Grund entlarvt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diktaturen haben nur schlechte Musik hervorgebracht, und sie fürchteten die Entdeckung des Körpers, denn wenn der Körper sich befreit, will sich auch das Individium befreien. Deshalb hassten die Nazis Jazz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedenfalls haben die Ostdeutschen und die Osteuropäer insgesamt die Tatsache, dass ihnen Michael Jackson vorenthalten wurde, und dass einer wie Jackson eben nur vom Westen hatte hervorgebracht werden können, genau richtig gedeutet: dass ihnen die Freiheit insgesamt vorenthalten wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Michael Jackson hat durch seine amerikanische Lässigkeit und seine ironische Körperbeherrschung, wie sie in den grandiosen Choreographien zum Ausdruck kommt, die zum Teil äusserst komisch sind, dem Ostblock seinen eigenen Mangel noch stärker deutlich gemacht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diktaturen sind nicht lässig. Sie sind nicht ironisch. Körper sind bei ihnen vor allem dazu da, in der Masse unterzugehen, anstatt sich in lässigen, das Individuum feiernden Tanzschritten auszutoben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Michael Jackson hat die Mauer mit zum Bröseln gebracht. Den Rest besorgte der Mann rechts neben ihm.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/131782827</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/131782827</guid><pubDate>Sun, 28 Jun 2009 19:22:00 +0200</pubDate></item><item><title>Auf dem Amt</title><description>Heute war ich auf dem sogenannten Bürgeramt Charlottenburg.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;An folgenden Bekundungen gesellschaftlicher Spezialinteressen bin ich vorbeigeschritten, um endlich ins Heiligste staatlicher Hoheitsaufgaben vorzudringen, der Passausstellung: Vor dem Rathaus hing die Regenbogenfahne. Im Gang hingen nacheinander: Der Schaukasten des Seniorenvereins. Der Kasten der SPD. Der Kasten der Migrationsbeauftragten. Der Kasten der Gleichstellungsbeauftragten. Der Kasten der Landsmannschaft Pommern/Schlesien.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nun war es ein weiter Weg, vom irren deutschen Gedanken, dem Kern des deutschen Antiwestlertums, es gäbe nur ein Volk und darin keine verschiedenen Interessen. Und durchaus bin ich Fan der amerikanischen Staatsidee, dass eine Gesellschaft nicht nur nicht Parallelgesellschaften bekämpfen soll – sondern dass sie aus diesen besteht, und zwar ausschließlich. Nur: die Amerikaner haben ja auch eine Staatsidee und zwar eine schillernde, die das alles am Ende zusammenführt unter “E pluribis unum”.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Statt auf einem gut geführten Berliner Amt landet man also auf dem Jahrmarkt der Subkulturen. &lt;br/&gt;Ich fragte mich: Reden die auch miteinander? Gehen die Schwulen mal bei den Schlesiern vorbei, oder die Frauenbeauftragte zu den Senioren? Geht da was zusammen, damit doch so etwas wie eine verbindende Idee entsteht?&lt;br/&gt;Im Bürgeramt Charlottenburg ist man dem unbedingten Modernismus verfallen und denkt wohl, die Summe der Spezialinteressen ergäbe schon das Ganze. Und all das wäre nicht so schlimm, würde es nicht auf den Gängen am Ende doch nach schlimmstem preußischem Amtsschimmel stinken.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Jedenfalls musste ich erst zur Kenntnis nehmen, was der Seniorenverein und die Landsmannschaft Schlesien so denken – dabei wollte ich doch nur einen Paß!</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/129947992</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/129947992</guid><pubDate>Thu, 25 Jun 2009 14:12:45 +0200</pubDate></item><item><title>Der Totalitarismus der Sensiblen</title><description>&lt;p&gt;Ich mache seit einiger Zeit Yoga bei einer sehr netten Frau. Arme hoch, der Hund, die Cobra, alles gut, alles entspannend. Doch manchmal werde ich sehr unentspannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was eben doch stört an der ganzen bürgerlich-neofernöstlichen-Kontemplationschose für sensible Studenten, esoterische Omas und den Neuen Mann sind Ungeheurlichkeiten wie die folgende. Bestenfalls ist es der übliche Kitsch, wie er in der Bibel der Kitischiers, dem “Kleinen Prinzen” zu finden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Milieu ist eben doch geneigt, das war schon immer so, die Welt aus einem Punkt erklären zu wollen. So habe ich bereits den Satz gehört, wenn nur alle Yoga machten, gäbe es keine Kriege mehr. Das unterscheidet unsere sensiblen Grossstadtenstpanner überhaupt nicht von den roten Khmer oder den Sowjets. Die wollten die Welt dadurch erlösen, dass sie alles Bürgerliche vernichten wollten. Und unsere Grossstadtentspanner glauben, der Welt mangele es an Yoga. Das Prinzip ist dasselbe: Die Welt wirtd durch eine einzige Idee erlöst von allem Leid.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der lustige Esoteriktotalitarismus ist natürlich harmlos, zeugt aber dennoch von der überraschenden Verwirrungszuständen im bürgerlichen Milieu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Heute dann also dies: Jeder Mensch ist spirituell vollkommen, JEDER.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und tritt einem jemand aggressiv gegenüber, dann bettele er eigentlich um Liebe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;War Adolf Hitler spirituell vollkommen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bettelt Al-Qaeida um Liebe?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Schlimme ist, dass Menschen, die mindestens ein Gymnasium, wenn nicht die Universität durchlaufen haben, bei solchen Ideen nicht in Gelächter ausbrechen, sondern in wissend lächelnder Ehrfurcht erstarren, als sei etwas unfassbar Kluges, Tiefgründiges gesagt worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich hingegen verlasse mich beim Lösen der Probleme, die der spirituell vollkommene Adolf oder die um Liebe bettelnde Al Qaeida hervorrufen auch weiterhin auf die Streitkräfte der Vereinigten Staaten.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/124754261</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/124754261</guid><pubDate>Tue, 16 Jun 2009 21:55:11 +0200</pubDate></item><item><title>Ab nach Afghanistan</title><description>&lt;p&gt;Vom Rechtsstaat profitieren am meisten die, die ihn ablehnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mörder werden nicht ermordet. Diebe nicht enteignet. Brandstiftern und brutalen Prüglern wird nicht die Bude angezündet und die Arme gebrochen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb ist es so lustig in der Demokratie Krieg zu spielen: die vom Londoner Bürgermeister Boris Johnson völlig zutreffend als “Heinis mit Nasenringen” bezeichneten Mittelschichtskinder, die so gern Krieg spielen, wie jetzt beim Nato-Gipfel, sie wissen ja: passieren wird ihnen nichts. Selbst wenn sie noch so brutal gegen die Polizei vorgehen, bis hin zum Mordversuch – der Gegenseite bei diesen Geländespielen für Erwachsene sind im demokratischen Rechtsstaat die Hände gebunden. So bleibts beim Kriegsspiel mit Krankenversicherung und Grundrechten. Lustiger als Gotcha ist das auf jeden Fall. Vereinzelte Heinis mit Nasenringen, die im Graben zurückbleiben, so wie in Genua, sind die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Und sie werden von der “Bewegung” heftig bejubelt, scheinen sie doch der Beweis zu sein, dass es doch um den herbeifantasierten realen Krieg unter Männern geht und nicht um einen Klassenausflug von erlebnisarmen Oberstufenkindern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist das Hobby der Erlebnisarmen. Der erste Mai in Kreuzberg und Besuche des amerikanischen Präsidenten als August 1914 für gelangweilte Gymnasiasten und kryptofaschistische Autonomenbanden. Egal, wie sie sich sich jeweils nennen: Sie sind der Mob. Endlich gehts los. Endlich die große Reinigung. Endlich Krieg, bei dem man die wahrscheinlich vor dem Spiegel eingeübten kitschigen, theatralischen Streetfighter-Posen vor den Fernsehkameras in Szene setzen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil es keine Gewalt gibt in bürgerlichen Rechtsstaaten, jedenfalls nicht so flächendeckend wie von den “Heinis mit Nasenringen” herbeigeredet und gesehnt, muss welche erfunden werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die geniale Erfindung der extremen Linken: Dinge zu sehen, die sonst keiner sieht, weil sie nicht da sind. Nicht nur, dass hinter jedem Gartenzwerg der “Faschismus” lauert. Auch, wo der nicht steht, sondern der gute Geschmack der Mittel- und erst recht der Oberschicht regiert, ist erst recht alles im Argen. Denn: dort wird “strukturelle Gewalt” ausgeübt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit dieser Fata Morgana läßt sich noch jede Gegengewalt begründen. Auch wo Hase und Igel sich Gute Nacht sagen, Kinder in blumenübersehten Gärten spielen und glückliche Kühe grasen – dort ist keineswegs alles in Ordnung, denn die “strukturelle Gewalt” führt ihr bitterböses Regiment!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist ein bitterböses Erbe der Linken, dass deren führende Vertreter sich mental von diesem Unsinn eben doch nicht völlig losgesagt haben. Warum Christian Ströbele am Kinderkriegsschauplatz auftaucht, um irgendwie zu vermitteln, so, als seien Mob und Polizei gleichberechtigte Sparringspartner, ist völlig unverständlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wichtiger ist aber etwas anderes: Bin Laden hatte recht. Der Kriegsphilosoph aus Arabien hat einmal gesagt: “Der Westen ist innerlich schwach”.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit vierzig Jahren phantasiert sich die linke Großstadtjugend einen Feind zusammen, den es nicht gibt. Sie war in diesen letzten Jahrzehnten so ziemlich gegen alles, von dem sie entscheidend profititierte. Demonstrationen gegen die Taliban-Mörderbanden oder gegen Nordkorea oder gegen die iranische Todesstrafe sind hingegen völlig unvorstellbar. Stattdessen richtet sich die westliche Jugend gegen sich selbst: Sie warf Steine gegen die Marktwirtschaft, sie verlachte die lang erkämpfte Demokratie als “formal”, Bürgerlichkeit war allweil “faschistisch”, die Nato unter deren Schirm sich so prächtig leben ließ war “imperialistisch” und die USA sowieso. Jetzt ist die Globalisierung der Feind, die unter anderem dazu geführt hat, dass die indische Volkswirtschaft nicht mehr ausschließlich davon abhängig ist, ob westliche Bürgerkinder-Hippies dort ihre wallenden Gewänder bestellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis heute wird dieser Großstadtjugend irgendwie zugute Gehalten, ihren jugendlichen Furor und erhöhter Empfindsamkeit über die Stränge zu schlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Wahrheit ist diese Jugend nicht besonders empfindsam für die Probleme der Welt, sondern sie ist gefangen in totaler Wahrnehmungsverweigerung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht die Nato ist auf der Welt das Hauptproblem, sondern Nordkorea und Iran.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht die irgendwie abstrakt bleibenden Ausgbeuteten und Unterdrückten dieser Welt brauchen unsere “Solidarität”, sondern konkret die Menschen in Afghanistan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie wollen Krieg. Warum gehen die Streetfighter nicht nach Afghanistan? Dort haben sie ihren Krieg. Echten. Und natürlich kann geschossen werden.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/94114567</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/94114567</guid><pubDate>Wed, 08 Apr 2009 11:29:17 +0200</pubDate></item><item><title>Neues von Althaus</title><description>&lt;p&gt;Immer dann, wenn persönliche Schuld nicht ertragen werden kann, müssen wolkige Kategorien her, philosophisch-luftige Begriffe, die persönliche Schuld quasi in Naturereignisse uminterpretieren, “Unglücke”, die über einen gekommen sind, so wie Tsunami oder Stürme einen heimsuchen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Deutschen sind da ja Fachleute: Wer auf Kriegsdenkmäler schreibt “Für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft” wo eigentlich stehen müsste: “Für die Opfer deutscher Kriege und deutscher Gewaltherrschaft”, der kennt sich mit sowas aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein paar Etagen drunter macht Dieter Althaus dasselbe. Er redet von “Tragik” und “Unglück”, so als gäbe es kein persönliches Fehlverhalten, als dessen Ergebnis eine Tote auf der Piste zurückblieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist kein tragisches Unglück über Althaus gekommen. Einfach so. Er ist der fahrlässigen Tötung schuldig und zurecht vorbestraft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine bewährte Möglichkeit Schuld abzutragen, ist Demut. Und Schweigen. Doch Politiker können nicht schweigen, von Berufs wegen nicht. Und deshalb läuft die Dieter-Althaus-Interpretationsmaschine bereits auf Hochtouren. Von was man nicht schweigen kann, davon soll man reden, reden, reden: Neues von Althaus. Jeden Tag. Wie geht’s denn Althaus heute? Wieder ein bisschen besser, Gottseidank.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schwer zu glauben, dass da nicht auch PR-Strategen mitbasteln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schwer zu ertragen ist ein Ministerpräsident Althaus, für etwas, was er noch gar nicht gemacht hat. In Kürze wird der Mann über die Marktplätze ziehen müssen. Und er wird ein paar Sätze über den Unfall verlieren müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und das wird so klingen: In den Abgrund habe er geschaut. Er sei reifer geworden. Er wisse jetzt, wie vergänglich alles ist und genieße das Leben ganz anders. Jeder Tag könne ja der letzte sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ob Althaus das bezweckt oder nicht, ob er es will oder nicht: Althaus wird klingen, als wolle er den Unfall als etwas verkaufen, das einem großartigen Ministerpräsidenten eine ganz neue Tiefe, eine Menschlichkeit und eine Reife gegeben hat, die ihm im Amt nützen wird. Es wird erscheinen, als würde Althaus den Unfall instrumentalisieren, so wie er es jetzt in langen Interviews mit der Bild-Zeitung gemacht hat, an deren Ende man sich dabei erwischt, wie man wirklich, etwas benebelt, ausruft: Der arme Mann!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und gern wüßte man in diesem Moment, was wohl der Mann dazu sagt, dessen Frau tot ist und dazu nichts mehr sagen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Althaus: Das geht einfach nicht.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/88730246</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/88730246</guid><pubDate>Sun, 22 Mar 2009 14:19:00 +0100</pubDate></item><item><title>Chesley Burnett "Sully" Sullenberger III !</title><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/70984505</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/70984505</guid><pubDate>Fri, 16 Jan 2009 21:56:22 +0100</pubDate></item><item><title>Die afghanische Reise</title><description>&lt;p&gt;Vom 5. bis 10.12. war ich in Nord-Afghanistan unterwegs. HIer zunächst ein paar Bilder. Kommentar folgt später.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur soviel: Wir dürfen Afghanistan nicht im Stich lassen. Und die jungen Leute, die da Dienst tun, wollen das auch nicht. Sie riskieren ihr Leben. Für 1700 Euro netto. Herfried Münkler sprach von der “postheroischen Gesellschaft”. Willkommen in der heroischen Gesellschaft. Willkommen in Afghanistan.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach ja: I support our troops.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64666041</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64666041</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:51:00 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://18.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1rx7z1QnUhGbUo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665735</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665735</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:49:00 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://17.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1qi18a2T7t85lo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665591</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665591</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:47:54 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://22.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1ptbyZ5GSR7ovo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665533</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665533</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:47:22 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://18.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1ou7pZGbfVQLuo1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665452</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665452</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:46:36 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://6.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1nqwtBnuzjBW0o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665365</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665365</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:45:46 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://10.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlhg1muf5ncj2Mvw3o1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665265</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/64665265</guid><pubDate>Sat, 13 Dec 2008 17:45:03 +0100</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://21.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlftf6hr93bZUMuQno1_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/57587198</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/57587198</guid><pubDate>Sun, 02 Nov 2008 17:05:50 +0100</pubDate></item><item><title>Worte, die ich leider nie gesagt</title><description>&lt;p&gt;Ich bin Mitglied in einem Fitnessclub. Bekanntlich sind das keine Orte des Geistes und sie sind keine politischen Orte. Oder eben doch. Ich sah jedenfalls einen Mann mit dem T-Shirt-Spruch: “Don’t panic, I’m islamic.”&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br/&gt;Lieber Yussuf, lieber Mustaffa, lieber Ahmed, lieber Tonguc! Ihr denkt Ihr werdet in Deutschland diskrminiert, weil Ihr Muslime seid? Meint Ihr das ehrlich? Das T-Shirt ist witzig, aber es ist ein Gratismut. Keinen interessiert es, ob Ihr Muslime seid. Kann sein, dass sich der Verfassungsschutz für junge Männer interessiert, die im Keller mit Nitroglyzerin experimentieren. Oder für ein paar Jungs, die im pakistanischen Grenzgebiet Urlaub machen. Kann sein. Und wenn diese auch noch Muslime sind, nehmen die das zur Erkenntnis. Muslimsein ist kein Straftatbestand. Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung hingegen schon. Es gibt keinen Generalverdacht gegen Muslime, im Gegenteil: es gibt ein Gerede von Islamophopie, das schon einsetzt, ehe überhaupt jemand den Zusammenhang zwischen dem Terror der letzen Jahreb und einer wie immer missbrauchten (oder auch nicht missbrauchten) Religion hergestellt hat, den es leider gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lieber Yussuf, lieber Mustaffa, lieber Ahmed, lieber Tonguc! Ihr tragt das lustige T-Shirt und haltet es für eine Provokation. Irrtum: Ihr dürft in einer liberalsten Gesellschaft leben, die es auf dem Erdball gibt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lieber Yussuf, lieber Mustaffa, lieber Ahmed, lieber Tonguc! Um herauszufinden, wo es Probleme mit Religionsfreiheit und Religionsphobien auf diesem Erdball gibt, mache ich Euch einen Vorschlag. Ihr zieht Euch ein T-Shirt über mit der Aufschrift: “Don’t panic, I’m a christian” an. Und damit geht Ihr dann durch Riad/Saudi-Arabien. Allerdings geht ihr nicht lange, denn nach spätestens fünf Minuten wird Euch die Religionspolizei verhaften. In Saudi-Arabien ist, wie im Jemen, wie in Afghanistan kein anderer Glauben erlaubt als der Islamische.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lieber Yussuf, lieber Mustaffa, lieber Ahmed, lieber Tonguc! Worte, die ich leider nie gesagt. Ich ging dann lieber zur Beinpresse.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/57587031</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/57587031</guid><pubDate>Sun, 02 Nov 2008 17:04:00 +0100</pubDate></item><item><title>Die Krawallschachtel und der Dieter Bohlen im Talar </title><description>&lt;h2&gt;&lt;br/&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Gloria von Turn und Taxis hat zusammen mit dem Kölner Kardinal Meissner ein Buch geschrieben. Das Buch dürfte die neueste Sternschnuppe am Himmel der Krawallmacher sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In “Die Fürstin und der Kardinal: Ein Gespräch über Glauben und Tradition” hauen die beiden in die Kerbe, die Peter Hahne und Eva Herrmann vorbereitet haben. Nur kommt hier der Angriff auf die liberale Gesellschaft in Form eines radikalen Christentums nach Art Evangelikaler der USA.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Kostprobe gaben die beiden in der Sendung “Maischberger”. Kondome für Afrika? Niemals. Treue und Anstinenz ist die beste Verhütung. Was tun, wenn schwul? Gloria: “Beten, beten, beten!” Und dann noch das: Die Pille? Ist Abtreibung, also Mord. Abtreibung in Deutschland: eine Mordindustrie. Wir warten bereits auf aufgebrachte “Kommandos Gloria von Thurn und Taxis”, die sich mit Knarre vor deutschen “Abtreibungskliniken” postieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gehört zum Wesen der Auseinandersetzungen dieser Art, wie sie zum Beispiel Kardinal Meissner führt, dass ihnen der Widerspruch nur nützt. Es gibt ja eine Würde, die darin besteht, dass man nicht allem widersprechen muss, was halt so gesagt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber wir langweilen uns ja ein wenig mit den ewig gleichen Argumenten der liberalen Papstgegner so wie wir uns insgesamt mit dem anything-goes langweilen, die Meissner-Masche bietet – noch und für einige – die höchstmögliche Exotik im Krawallgewerbe. Das schlimme: Auch richtige Argumente wie jene, dass das Kondom-Verbot der katholischen Kirche in Afrika verheerend ist und dass die Kirche Schuld auf sich lädt – verbrauchen sich. Was man zu oft gehört hat, verliert an Strahlkraft, vor allem, wenn es von Berufsanprangerern wie Kroymann vorgetragen wird. Und obwohl man um den Effekt weiß, findet er doch statt. Und es tritt ein Effekt auf, der Überzeugungen nur noch als abhängige Funktion der jeweiligen Rolle erscheinen läßt: Die lesbische Kabarettistin ist eben für Homo-Ehe weil sie lesbisch ist, genauso wie der Talarträger dagegen ist, weil er Talar trägt und beides ist irgendwie naturgegeben und steht gleichberechtigt nebeneinander. Meinungen sind vor allem Teil einer Folklore.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn die liberalen Gegenargumente dann, wie bei Maischberger dann also von den üblichen Verdächtigen vorgetragen werden – Maren Kroymann – kriecht unaufhaltsam das Schlafbedürfnis in einem hoch. Ein ödes Rollenspiel, in dem die zuletzt auf der Bühne erscheinenden Krawallschachteln, in dem Fall Meissner und Gloria – Vorteile haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Lange Zeit haben die Kroymanns das Feld beherrscht, jetzt sind eben die anderen dran, die Meissners und Glorias.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es gibt Trost: Kardinal Meissner spielt sich als erzkonservativer Bewahrer des Abendlandes auf und ist doch nichts anderes als ein Dieter Bohlen im Talar. Einer, der die Bedürfnisse nach Krawall, einer, der die Logik der vielzitierten Aufmerksamkeitsökonomie genauso fulminant bedient wie Bohlen oder Gina-Lisa oder Sarah Connor: White Trash im schwarzen Talar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Säkularisierung ist unumkehrbar. Und sogenannte “konservative” Aufwallungen sind nicht radikale Opposition gegen, sondern längst Teil einer Popkultur geworden mit der entsprechenden Halbwertszeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie bestätigen also, was sie zu bekämpfen vorgeben. “Konservative” (damit soll ja meistens etwas Nobles und Elitäres gemeint sein) gibt es gar nicht mehr und gab es in Deutschland in der Form, wie das immer herbeifantasiert wird, als Edelmann englischer Art, auch nie. Gäbe es welche, würden wir nicht von Ihnen erfahren, denn sie würden über Pausenclowns wie Meissner nur die Nase rümpfen und peinlich berührt schweigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kardinal Meissner weiß das, er weiß, dass seine Schlacht, die er pro forma weiterführt, längst verloren ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch der Papst weiß das. Es ist überliefert, dass Benedikt bei kollektiven Aufwallungen in Woodstock-Art wie dem “Weltjugendtag” keineswegs ein gutes Gefühl hatte. Er ahnte oder wusste, dass nach den frommen Tagen die Müllabfuhr Kondome aufsammeln muß. Gebrauchte natürlich.&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/50260470</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/50260470</guid><pubDate>Mon, 15 Sep 2008 18:01:38 +0200</pubDate></item><item><title>Die Deutschen und das Böse: John McCain</title><description>Die deutsche Obama-Begeisterung hatte ja von Anfang an etwas äußerst unangenehmes und versteckt Rassistisches: Der schwarze Mann war aus der Sicht der Deutschen nicht etwa die Verkörperung des amerikanischen Traumes (über den die Deutschen zumeist nur höhnisch lachen oder sich gönnerhaft ironisch auslassen), er, der Amerikaner wurde gar nicht als solcher wahrgenommen, sondern sollte die Leitfigur der Anti-Amerikaner sein. Obama wurde gar selbst als Anti-Amerikaner qua Hautfarbe und Biografie wahrgenommen. Er sollte den deutschen Anti-Amerikanismus heilen, in dem er als Projektionsfläche diente für ein Amerika, wie es SPD-Parteitage gern beschließen würden. Natürlich und von Anfang an sehr deutlich war dies ein fundamentaler Irrtum.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Am absolut respektablen Obama-Gegenkandidat John McCain kann sich die deutsche Strasse nun so richtig austoben. Es scheint den Deutschen komplett neu zu sein, dass zu einer demokratischen Wahl zwei Kandidaten gehören - das Obama-Fachblatt “Der Spiegel” gab sich ganz überrascht: “Wie McCain doch noch gewinnen kann”, so als sei diese Möglichkeit einer Obama-Niederlage und freier Wahlen in den USA qua Beschluss der Spiegel-Redakteursversammlung bis dato aus der Wirklichkeit verbannt gewesen.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Das Meinungspanaorama zu McCain muss erschrecken, weil es gar nicht vorhanden ist: es gibt nur eine Meinung zu dem äusserst ehrwürdigen Mann aus Arizona: Furchtbar, ein Kriegstreiber, der neue Cowboy, eine Katastrophe für die Welt. Gegenmeinungen: keine.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Alleine das reicht, um sich ernsthafte Sorgen um das Urteilsvermögen der Deutschen zu machen. Der McCain-Hass zeigt jetzt noch deutlicher, was der Obama-Hype, der zum Teil als Gegenbeweis zur Anti-Amerikanismus-These herhalten sollte, wert ist: nichts. Die Obamamania widerlegte nicht den latenten und offensichtlich unauslöschbaren deutschen Antiamerikanismus – er bestätigte ihn.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Es ist eben etwas anderes, ob der “Economist” eine durchaus kritische, sehr nuancenreiche, aber eben vorurteilsfreie Geschichte über den Senator aus Arizona schreibt, oder ob wir in den “Spiegel”-Leserbriefen zur McCain Titelgeschichte dieses hier lesen:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;“Das Schicksal bewahre die Welt vor einem Präsidenten McCain. Er träumt von einer Weltherrschaft der USA mit Hilfe einer Liga der Demokratien, gemeint ist eine zusammengewürfelte Legion unter einem amerikanischem Kommando. Ein Vorläufer ist die Nato, die heute richtiger North American Tactical Organization heißen müsste. Mit Zustimmung naiver EU-Politiker, vor allem Neu-Europäer im Osten, ist es den Amerikanern gelungen, Europa für ihre Einkreisungspolitik gegen Russland zu gewinnen”.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Was soll man Wolf Wehrhahn aus Mallorca (!) wünschen? Einkreisungspolitik durch neureiche russische Touristen am Pool mittels frühmorgens ausgelegter Handtücher wäre das mindeste.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Nein, es bleibt dabei und wenn wir uns auf den Kopf stellen: Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika. Das Böse ist Amerika.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und jetzt alle!&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Man kann dagegen nichts machen, das ist tiefenpsychologisch in den untersten Schichten der deutschen Seele festbetoniert. Das ist den Deutschen einfach nicht auszutreiben. Man muss es aufgeben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Sie glauben nicht, dass es noch primitiver geht? Dann lauschen Sie, welche Erkenntnisse Matthias-Lutz Grosskopf zu Amerika gewonnen hat:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;“Mister McCain: vom Hilfssheriff (2000) zum Marschall der Vereinigten Staaten von Nordamerika (2008). Ein amerikanischer Traum - God bless you and God bless the world! Mit 71 Jahren sollte er seine Colts anschauen und zum Ergebnis kommen: ‘You don’t stand a chance!”&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber der Ami will und will den Tipps aus dem Land der Friedliebenden, die ja bekanntlich ganz kurz davor sind, den Erdkreis mittels Entwicklungshilfe und Heidemarie Wieczorek-Zeul endgültig zu befrieden, nicht gehorchen. Der Ami bleibt beratungsresistent.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Auch und gerade dann, wenn wohlmeinende Deutsche (”Ich wünsche Amerika Obama!”) ihm erklären, warum er, der Ami ein unversbesserlicher Rassist ist. Die Deutschen haben da ja ihre Lektion gelernt, der Ami nicht. Und deshalb sollte er auf Michael Gieser (Osteel, Niedersachsen) hören, denn Deutschland ist ja bekanntlich das Land, in dem die wichtigsten Posten in Politik und Wirtschaft seit Jahren mit Schwarzen, Türken und anderen Minderheiten besetzt sind:&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;“Ich kann Ihnen sagen, warum Obama nicht Präsident wird. In einem Land, das wie kein anderes von Waffensucht, Rassismus und Überheblichkeit beherrscht wird, haben Gemäßigte von vorneherein nicht den Hauch einer Chance. (…) Die Amerikaner haben zuwenig Schwarze, um sich mal endlich weißzuwaschen (…).”&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;In dem Land, das wie kein anderes vom Rassismus beherrscht wird, hat sich bekanntlich ein Schwarzer so nah wie noch nie an das höchste Staatsamt herangearbeitet. Ein historischer, ein großer Moment.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber das zählt nichts. Das provoziert höchstens hämische Kritik von Rassismus-Experten aus einem Land, in dem türkische Traumkarrieren beim Amt des Ausländerbeauftragten enden.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Manchmal fragt man sich: das mit dem Antiamerikanismus – ist das nicht etwas langweilig und übertrieben? Aber dann liest man das hier. Und ist wieder voll auf Kurs.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ich befürchte die Deutschen brauchen aus therapeutischen Gründen dringend vier Jahre John McCain.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Ein Kandidat, den die Deutschen als den ihren auserkoren haben – gegen den müsste man fast deshalb schon schwerste Bedenken haben.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aber ich lass mir meinen Obama nicht von Michael Gieser aus Osteel (Niedersachsen) kaputtmachen.&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/48282846</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/48282846</guid><pubDate>Mon, 01 Sep 2008 17:28:00 +0200</pubDate></item><item><title>Photo</title><description>&lt;img src="http://19.media.tumblr.com/Kdp1j50Tlbimx5u6cqmBHfUY_500.jpg"/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/42559494</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/42559494</guid><pubDate>Thu, 17 Jul 2008 10:12:34 +0200</pubDate></item><item><title>Wollt ihr mich fairarschen?</title><description>&lt;p&gt;Das gibt es schon. Das sicher auch bald:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairachtung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairalbern&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairarschung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairnaschen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairbannung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairbeamten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairbindungsoffizier&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairblöden&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairbrecher&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairdienstzulage&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairden an der Aller&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairschwendung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairdrängung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Faireinigte Staaten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairerbung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairfassung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairfilmung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairgangenheitsbewältigung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairgasung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairgeltung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairgewaltigung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairgnügen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Brustfairgrößerung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairhaltenstherapeut&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairhältniswahlrecht&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairhauen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairprellen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairhätscheln&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairhütung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairkehrsteilnehmer&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairkohlen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairkündigung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairlassen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Autofairleih&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairletzen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairleumdung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairlobung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairmessung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairmittlung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Erhöhung der Fairmögenssteuer&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;polizeiliche Fairnehmung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairwaltungsreform&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairnichtungslager&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairmummungsverbot&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairnissage – der Künstler ist anwesend!&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairpflegung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairbündeter&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsandhaus&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsammlungsfreiheit&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairhütung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairschwörung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairschwendung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsicherung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsorgung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsklavung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairstaatlichung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairsteckspiel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;fairsteuern&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Tierfairsuche&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairteidigung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairtonung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fairwertung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;</description><link>http://jostkaiser.tumblr.com/post/42559436</link><guid>http://jostkaiser.tumblr.com/post/42559436</guid><pubDate>Thu, 17 Jul 2008 10:12:00 +0200</pubDate></item></channel></rss>
